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Falls Du ein Gedicht veröffentlichen willst, kannst Du es mir senden an: info@kinderlos.ch


...ist wie ein schwarzes Loch, in das man ganz plötzlich fällt und aus dem man niemals mehr herauszukommen scheint.

...ist für alle Betroffenen eine der schmerzlichsten Erfahrungen ihres Lebens.

...ist in unserer Gesellschaft etwas, das uns mitten ins Herz trifft, da wir an ihr erkennen, dass wir trotz all unseres Wissens immer noch hilflos gegenüber des Schicksals und der Natur sein können.

...ist der Neid, der einen zerfrisst, wenn man andere Paare mit ihren Kindern sieht.

...ist die Wut über die Ungerechtigkeit in der Welt, wenn man hört, dass manche Frauen ihre Babys abtreiben lassen.

...ist der Zweifel an sich selbst, ist das Hadern mit seinem Körper.

...ist die Schuldzuweisung an sich selbst, da man nicht fähig ist, Kinder zu zeugen / zu empfangen und von daher irgendwie nicht mehr in den Lebenskreis zu passen scheint...

...ist das Unverstandensein von Menschen mit Kindern, die niemals ähnliches erfuhren, ist das Unverstandensein von Menschen, die gewollt kinderlos sind und nicht nachvollziehen können oder wollen, wieso einem so eine "Kleinigkeit" so das Leben verdunkeln kann.

...ist der Spiessrutenlauf durch die Stadt, durch den Supermarkt, vorbei an Kinderkleidern, an Schnullern, an Kinderwägen...

...und an schwangeren Frauen.

...ist die Verzweiflung, nichts tun zu können, nichts wissen zu können, sich an nichts festhalten zu können.

...ist der Schmerz und die Enttäuschung, wenn es mal wieder nicht geklappt hat.

...ist die Entfremdung zweier Partner, deren Beziehung vorher sehr glücklich war und die nun an der Kinderlosigkeit zu scheitern drohen kann.

...ist die Hilflosigkeit vieler Männer gegenüber den Tränen ihrer Frauen.

...ist der Zwang, immer wieder neue Methoden und Chancen zu suchen, zu finden und zu probieren, um doch noch zum Erfolg zu kommen.

...sind oft auch körperliche Schmerzen, die nach den etlichen dieser Versuche entstehen können.

...betrifft inzwischen ca. zehn Prozent aller Paare, die ein Kind wollen - mit steigender Tendenz.

...lässt Sprüche wie "Schlappschwanz" zu Dolchen werden.

...ist in der Öffentlichkeit immer noch ein Tabu Thema.

...ist sehr kraftraubend...

...ABER ist auch eine Chance, sein Leben neu zu überdenken, neu zu gestalten und für sich zu verbessern und so irgendwann einmal zu seinem Ziel zu kommen und mit sich in Friede zu leben...!
Von Unbekannt am 16.1.04

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Wenn etwas ist gewaltiger als das Schicksal,
dann ist's der Mut, der die Kraft hat alles zu tragen!
Von Unbekannt am 20.1.04

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Kein Mensch kann das beim anderen sehen und verstehen,
was er nicht selbst erlebt hat!
Von Unbekannt am 6.4.04

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Ich will...
Ich will Kinderlachen, ich will malen, basteln, spazieren im Wald. Ich will ein verschmiertes Kindermaul putzen, Schrammen verarzten, Tränen trocknen, Blümchen mit zu kurzen Stilen bekommen. Ich will über die ersten Worte lachen, Zeichnungen in der Wohnung aufhängen. Ich will Kindergeburtstage organisieren, bei Liebeskummer trösten, bei Hausaufgaben helfen.
Ich will, ich will, ich will! ...Du willst nicht...
Von dörfkeismamisi am 26.4.04

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Erstarrt
Blicke ich auf den roten Fleck.

Zum x-ten Mal
Spüle ich meine Träume
Die Schüssel runter.

Träume...
Von der morgentlichen Übelkeit
Vom runden Bauch, den ich stolz präsentiere
Vom ersten Ultraschall
Vom letzten Besuch beim KIWU-Arzt

Vom Kleidchen nähen
Vom Kinderzimmer einrichten,
Wände streichen, Vorhangstoff aussuchen
Von der Suche nach dem schönsten Namen
Vom Strahlen in den Augen meiner Eltern

Vom Gefühl, dazuzugehören
Von verschissenen Windeln
Vom zahnlosen Kinderlachen
Vom weichen Babypo
Von den ersten Zähnen

Träume...

Das Wasser rauscht
Der Tampon sitzt
Und ich beginne wieder bei Null!
Von Leonie am 19.8.04 
(nach der 7. negativen Insemination)


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Fern ist der Kinderwunschtraum,
doch manchmal für uns zum Greifen nah,
vielleicht werden auch einmal für uns diese Träume wahr.
Die Hoffnung auf ein Kind nicht aufzugeben,
denn die Hoffnung ist doch ein Teil vom Leben!
Von Unbekannt am 21.2.05

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Abschied bedeutet ein bisschen Sterben
Abschied vom Kinderwunsch heisst
Sterben lassen des einen Traumes, den man sich mit Geld nicht erfüllen kann
Sterben lassen der einen Hoffnung, auf etwas, was man nie in den Armen halten wird
Sterben lassen des Wunsches, in einem Kind seinen Partner und sich wiederzufinden

Abschied bedeutet Neuorientierung
Abschied vom Kinderwunsch heisst
Neuorientierung auf ein Leben ohne Kind
Neuorientierung auf ein Leben ohne Neid auf Frauen, die schwanger sind
Neuoreintierung auf Ziele, die man sich nun setzt im Leben nach dem Abschied

Abschied bedeutet neue Terminplanung
Abschied vom Kinderwunsch heisst
Termine planen, ohne zu überlegen, wann frau die Mens bekommt
Termine planen, ohne zu überlegen, ob da Punktion / Transfer ist
Termine planen, ohne zu überlegen, ob frau da schwanger ist

Abschied bedeutet aber auch
dass man sein Leben frei gestalten kann
dass man neue Freunde gefunden hat auch für hinterher
dass man weiter mit anderen sich freut oder leidet
dass man eigentlich nie ganz weg kommt von dem Wunsch nach einem Kind

Abschied vom Kinderwunsch ist eine sich ewig drehende Schraube
die sich wiederholt Tag für Tag und Nacht für Nacht
und von der man nur schwer loskommt!
Von Iris Romeikat am 3.3.05 (geschrieben vor 3 Jahren)

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Du hast ein Recht auf deine Trauer.
Du darfst dich deinen Verlusten widmen,
musst nicht verdrängen, was dich beschwert.
Du hast ein Recht, das abzutrauern,
was dich so tief enttäuscht hat und was du
nicht ändern kannst.

Du hast ein Recht auf deine Tränen,
auf dein Schweigen,
auf deine Ratlosigkeit,
auf deine innere und äussere Abwesenheit.
Du musst nicht den Glücklichen spielen,
nicht über den Dingen stehen.

Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
die dich mit Gewalt aus dieser Trauer
herausholen wollen.

Du hast ein Recht, mit denen nicht reden
zu wollen, die dir ein schlechtes Gewissen
machen wegen deiner Trauer.
Die mit Sprüchen kommen
und dich mit diesen Sprüchen
unter Druck zu setzen versuchen.

Du hast ein Recht auf deine Trauerstille!

Du hast ein Recht, dich zu wehren gegen die,
die dir sagen, was du fühlen darfst und was nicht.
Die dich nicht als einzelnen, sondern als "Fall"
behandeln und sich innerlich nicht wirklich mit
dir einlassen.

Vielleicht macht dich nichts so Menschlich
wie deine Trauer.
Über sie kann ein Trauernder sich dir nähern
und auf Verständnis hoffen.
Trauern zu können ist eine Gabe.
Lass dir das Recht auf deine Trauer nicht nehmen!
Von Jessi am 28.5.05

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Eingeholt und vertraut
Einmal mehr um Gefühle geraubt.

Hoffen, Hingabe, Geduld und Gedanken
Was ist der Sinn, dieser Schranken?

Auch erfahren, bereichert, erlebt,
unerfüllter Kinderwunsch, der in mir bebt.

Realität, Illusion oder Traum
Urinstinkt, des Frauseins, unvorstellbarer Raum.

Leise zieht sich der Zweiwochenrhytmus dahin,
unbegrenztes, kontroll-loses Leben, Lebenssinn.

Streben nach dem Mutterglück,
doch leider kehrt der Zyklus zurück.

Traurigkeit und Wut dominieren das NEIN
Unbeantwortete Fragen des Warum, lass es sein?

Und schon bald ist die Hoffnung wieder da,
der Traum, zu werden eines Tages MAMA!
LUNA im Mai 2006 nach 4. Insemination, 4. Zyklustag...
(ungewollt kinderlos seit Jan.2000)


Kuscheln warm und klein - nicht bei uns!
Kleine Finger, die zum Himmel zeigen - nicht bei uns!
Tausend Fragen, die so einfach klingen - nicht bei uns!
Drachen, die steigen, Laternen, die singen - nicht bei uns!
Lachen, albern kichern, niedlich und froh - nicht bei uns!
Wachsen sehen, was wir erzeugt - nicht bei uns!

Dumme Sprüche - nicht bei uns!
Unverständnis - nicht bei uns!
Gleichgültigkeit - nicht bei uns!
Ausweglosigkeit - nicht bei uns!
Unverstandene Trauer - nicht bei uns!

Unser Kinderwunsch ist unerfüllt - Euer auch?
Von Unbekannt am 18.7.07


Weh tut es die ganze Zeit, während all den Jahren,
weh tut die Hoffnung und immer wieder die Enttäuschung,
weh tun die Behandlungen mit all den Vorzimmerdamen und all den unzählingen kleinen Dingen, die wir uns gefallen lassen,
weh tun die Demütigungen all jener, die nicht wissen und verletzen,
weh tut die Zeit, die einfach verrinnt,
weh tut die unendliche Ungerechtigkeit auf dieser Welt,
weh tut der Abschied auf Raten,
weh tut das Mitleid unserer Liebsten, die nicht wissen, wie sie sollen, weil auch wir nicht wissen wie es geht, damit umzugehen, dass wir kinderlos sind,
weh tut es einfach überall und immer - und immer wieder.

Der Entscheid aufzuhören ist unendlich schwierig, unendlich grausam und unendlich leidvoll. Aber kann es schlimmer werden? Kann es noch mehr weh tun, als es jetzt schon tut?

Diese Entscheidung hat mir Kraft gegeben

zu leben,
zu lachen,
zu weinen ohne Angst, niemehr damit aufhören zu können,
zu trauern um meine Kinder, die ich nicht haben kann,
meinen Lieben gegenüber treten zu können voller Zuversicht in meine Zukunft.

Bin ich jetzt glücklich?

Nein - nicht immer, aber doch ab und zu.
Ich bin frei,
ich bin erlöst,
ich bin voller Energie,
ich kann wieder atmen.

Ich glaube an meine Zukunft,
ich glaube an mich und meine Zufriedenheit.

Weh wird es immer tun, es ist ein Teil von mir.

Aber ich hoffe, mich irgendwann damit zu versöhnen.

Ich sehe positiv in meine Zukunft, mit einem Lächeln und einer Gewissheit, dass es gut ist, so wie es ist!
Von Traumtänzerin am 28.1.08


Wo isch mis Läbe - wo isch äs hi?
Isch's ohni Chind dänn würkli verbi?
Ich hoffe so fescht äs Wunder chönnt gescheh,
das ich derbi die vile Wunder nöd gseh.
Ä schöns Dihei, än liebende Maa,
doch das was ich wett - das chan ich nöd ha.
Ich versuechs z'akzeptiere, doch's fallt mer grad schwer.
Min Chopf isch so voll und mis Herz grad so leer.
Doch eis weis ich sicher:
ich gibe nöd uf, kämfe eifach wiite und stahn wieder uf!
Von Scampolo am 19.9.09 (in der WS der 2. ICSI)